Auf dieser Seite
Warum eine gute Anfrage Zeit spart – Ihnen und uns
Die meisten Fugenanfragen lauten sinngemäß: „Unsere Fugen sind kaputt, was kostet das?“ Darauf gibt es keine ehrliche Antwort, denn eine Fuge in der Dusche, eine Dehnfuge in der Tiefgarage und eine Bodenfuge am Abfüllplatz haben außer dem Wort nichts gemeinsam. Also fragen wir zurück, Sie suchen Unterlagen, wir telefonieren zweimal – und erst dann entsteht ein Angebot.
Mit den richtigen Angaben beim ersten Kontakt geht es in einem Schritt. Diese Checkliste zeigt, was wir brauchen, in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit. Sie müssen nicht alles liefern; je mehr davon dabei ist, desto konkreter können wir antworten.
Um welche Fugen geht es?
- Wo sitzt die Fuge? Innen oder außen, Boden, Wand, Decke, Fassade, Becken, Fenster. Ein Satz reicht: „Bodenfugen in der Produktionshalle“ oder „Fugen am Beckenrand im Hallenbad“.
- Welche Bauteile grenzen an? Beton, Fliesen, Naturstein, Klinker, Metall, Glas, Kunststoff. Der Dichtstoff muss zu beiden Seiten passen.
- Was ist der Anlass? Neubau ohne Fugen, alte Fugen rissig oder verschimmelt, undicht mit Wasserschaden, Auflage einer Behörde oder Versicherung, geplante Beschichtung, anstehende Revision.
- Besondere Anforderungen? Anlage mit wassergefährdenden Stoffen, Brandabschnitt, Lebensmittel- oder Hygienebereich, Reinraum, überfahrbare Fläche, Unterwasserbereich. Jede davon ändert Material und Ausführung.
Wie viel ist es?
Die Fugenlänge ist die wichtigste Zahl im Angebot. Grob geschätzt reicht für den Anfang: Länge der Halle mal Anzahl der Fugenbahnen, Umfang des Beckens, laufende Meter Fensteranschluss. Dazu, wenn bekannt, die Fugenbreite – ein Zollstock neben der Fuge auf dem Foto sagt mehr als jede Beschreibung. Bei Bestandsfugen ist auch die Tiefe interessant, aber die messen wir vor Ort.
Wenn Sie nicht messen können, schreiben Sie das. Eine ehrliche Schätzung mit „etwa“ ist besser als gar keine Angabe.
Wo und wann?
- Ort des Objekts mit Postleitzahl. Wir arbeiten im Großraum Baden-Württemberg, und die Entfernung bestimmt die Planung.
- Zugänglichkeit. Ist die Fläche frei oder vollgestellt, laufen Produktion oder Badebetrieb, gibt es Gerüst oder Hubarbeitsbühne, wie hoch ist die Fuge, muss nachts oder am Wochenende gearbeitet werden?
- Zeitfenster. Fester Termin, Revision, Betriebsferien oder „irgendwann vor dem Winter“. Beides ist in Ordnung, wir müssen es nur wissen.
- Ansprechpartner vor Ort, der Türen öffnet und Fragen beantworten kann.
Fotos: So sehen wir, was Sie sehen
Fotos ersetzen bei vielen Anfragen die erste Besichtigung. Drei Aufnahmen je Fugenart genügen, wenn sie richtig gemacht sind:
- Übersicht. Der Raum oder die Fläche, auf der man die Lage der Fugen erkennt. Aus einigen Metern Abstand, möglichst gerade von vorn.
- Nahaufnahme. Die Fuge selbst, so nah, dass Risse, Ablösungen, Verfärbungen und die Flanken sichtbar sind. Etwa eine Armlänge Abstand, scharf gestellt auf die Fuge, nicht auf die Fliese daneben.
- Mit Maßstab. Ein Zollstock, Maßband oder notfalls eine Münze neben der Fuge, damit wir Breite und Größenverhältnisse einordnen können.
Dazu ein paar Regeln, die die Fotos brauchbar machen:
- Tageslicht oder Raumlicht statt Blitz. Der Blitz überstrahlt die Fuge und verschluckt Risse. Bei dunklen Räumen hilft die Taschenlampe des zweiten Handys von der Seite.
- Trocken fotografieren. Nasse Fugen glänzen und verbergen Schäden. Wenn möglich, vorher abtrocknen.
- Nicht zoomen, näher gehen. Digitaler Zoom macht Fotos unscharf.
- Eine Fugenart je Foto. Lieber mehrere Bilder als ein Panorama, auf dem alles klein ist.
- Beschriften. Ein Wort je Bild reicht: „Halle Ost, Fuge an der Rinne“. Dann wissen wir, was wir sehen.
Was Sie nicht brauchen: Bilder von sauberen, unauffälligen Fugen, Ausdrucke, Videos ohne Ton oder Fotos, auf denen Personen zu erkennen sind. Und Fotos aus dem Internet von ähnlichen Schäden – wir brauchen Ihre Fuge.
Unterlagen, falls vorhanden
Bei Neubauten und größeren Objekten helfen Pläne mit Fugenverlauf, Leistungsverzeichnisse, Vorgaben aus Brandschutzkonzept oder Behördenbescheid und bei Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen die Angaben zur Anlage. Bei Bestandsobjekten sind frühere Fugenprotokolle oder Hinweise auf die alte Ausführung Gold wert – auch der Satz „wurde vor Jahren einmal gemacht, von wem wissen wir nicht“.
Was Sie sich sparen können
Sie müssen keinen Dichtstoff auswählen, keine Fugenbreite berechnen und keine Norm nachschlagen. Das ist unsere Aufgabe und Teil des Angebots. Sie müssen auch nicht alle Fugen des Gebäudes auf einmal anfragen: Eine Anfrage für den dringenden Bereich und ein Hinweis „später kommen noch die Außenfugen“ ist völlig in Ordnung.
Und Sie brauchen keine Angst vor einer „dummen Frage“. Elastische Fugen sind Wartungsfugen, sie gehen mit der Zeit kaputt; das ist normal und kein Vorwurf an den, der es bemerkt hat.
So schicken Sie die Anfrage ab
Am einfachsten über das Anfrageformular: Leistung und Objektart auswählen, Ort eintragen, in der Nachricht die Punkte aus dieser Liste beantworten. Fotos schicken Sie uns anschließend per E-Mail als Antwort auf unsere Eingangsbestätigung, oder Sie rufen an und wir sagen Ihnen, was wir noch brauchen. Was bei der Besichtigung und danach passiert, steht auf den Seiten zu Fugensanierung und Fugenwartung.