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Die ehrliche Antwort: Kommt darauf an
Wir sind ein Fachbetrieb und verkaufen gleichzeitig Material an Leute, die selbst verfugen. Das ist kein Widerspruch, sondern Erfahrung: Es gibt Fugen, die kann jeder mit etwas Sorgfalt selbst machen – und es gibt Fugen, bei denen das keine gute Idee ist. Hier ist die Einordnung, die wir auch am Telefon geben.
Was Sie gut selbst machen können
Die Silikonfuge im Bad. Zwischen Fliese und Wanne, an der Dusche, am Waschtisch. Die alte Fuge vollständig entfernen, Flanken reinigen und trocknen, Sanitärsilikon einbringen, mit Glättmittel bündig abziehen. Wer das einmal in Ruhe gemacht hat, kann es.
Der Fensteranschluss innen. Die Fuge zwischen Rahmen und Laibung, Acryl oder Fenstersilikon, je nach Untergrund.
Kleine Reparaturen. Eine Fuge an der Sockelleiste, am Küchenspiegel, an der Terrassentür innen.
Zwei Dinge entscheiden über das Ergebnis: das Material und die Vorbereitung. Beides erklären wir gern.
Warum „billig“ bei Dichtstoffen schlecht ist
Viel zu oft geht es nur um den Preis. Dabei wird vergessen, dass Billigprodukte schlechte Ergebnisse hervorrufen – bei Dichtstoffen ist billig schlicht schlecht: weniger Haftung, schnelleres Altern, Schimmel nach einem Jahr. Wir verarbeiten selbst ausschließlich Produkte namhafter Hersteller, die geprüft und zertifiziert sind, und genau diese Produkte gibt es auch im Dichtstoffshop – mit Beratung zur richtigen Materialwahl und bundesweitem Versand. Mehr unter Selbst verfugen.
Und weil Material allein keine Fuge macht: Die Fugen Akademie zeigt in Online-Schulungen, wie man es richtig macht – Untergrund, Hinterfüllung, Haftvermittler, Einbringen, Glätten.
Wo der Fachbetrieb Pflicht ist
LAU-Anlagen. Fugen in Tankstellen, Abfüllplätzen, Auffangräumen und Fasslagern sind Teil der Anlagensicherheit. Nach AwSV § 45 dürfen bestimmte Anlagen nur von Fachbetrieben nach WHG errichtet, instand gesetzt und stillgelegt werden – und die Fuge in der Abfüllfläche gehört dazu. Hier gibt es keine Selbsthilfe, sondern eine Vorschrift. Mehr dazu im Beitrag WHG-Fachbetriebspflicht.
Brandschutzfugen. Eine Feuer- und Rauchschutzabdichtung ist nur dann Brandschutz, wenn ein geprüftes System genau so eingebaut wird, wie es geprüft wurde – und das dokumentiert ist. Selbst gemacht ist es eine Fuge, die aussieht wie Brandschutz.
Wo sich der Fachbetrieb lohnt
Hochbaufugen und Fassaden. Bewegungsfugen nach DIN 18540 an Fertigteilen, Klinker, Fenstern und Türen: Fugenmaß, Hinterfüllung, Haftvermittler und PU-Dichtstoff müssen zusammenpassen, sonst reißt die Fuge im zweiten Winter. Dazu kommen Gerüst, Höhe und Menge.
Große Flächen und Gewerbe. Schwimmbäder, Großküchen, Reinräume, Produktionshallen: Hier zählen Hygiene, Dokumentation und Tempo – und die Frage, wer haftet, wenn die Fuge nicht hält.
Sanierung mit Schaden dahinter. Ist die Fuge nicht nur unschön, sondern schon undicht – feuchte Stellen daneben, Flecken darunter –, dann geht es nicht mehr um die Fuge allein. Dann sollte jemand draufschauen, der den Schaden einschätzen kann. Siehe Fugensanierung.
Gewährleistung. Wer als Vermieter, Verwalter oder Betrieb eine Fuge ausführen lässt, hat bei einem Fachbetrieb einen Ansprechpartner, wenn etwas nicht hält.
Eine einfache Entscheidungshilfe
| Frage | Ja → | Nein → |
|---|---|---|
| Handelt es sich um eine LAU-Anlage oder eine Brandschutzfuge? | Fachbetrieb, Pflicht | weiter |
| Ist die Fuge außen, hoch, lang oder an der Fassade? | Fachbetrieb lohnt sich | weiter |
| Gibt es schon einen Schaden dahinter (Feuchte, Flecken)? | Fachbetrieb, Einschätzung | weiter |
| Geht es um Gewerbe, Hygiene, Gewährleistung? | Fachbetrieb | weiter |
| Bad, Fenster innen, kleine Reparatur, Zeit und Sorgfalt vorhanden? | Selbst machen – mit gutem Material | Anrufen |
Und wenn Sie unsicher sind
Schicken Sie uns ein Foto über die Anfrage. Wir sagen Ihnen, ob Material und Anleitung reichen oder ob wir kommen sollten – ohne Verkaufsdruck in die eine oder andere Richtung. Beides ist für uns in Ordnung: Wir haben den Shop und den Fachbetrieb.